Gegenüber der physischen Leere der Zelle hebt die unerwartete auditive Erfahrung der Belebtheit eines angrenzenden Raumes, der nicht einsehbar ist, die eigene körperliche Anwesenheit hervor. An diese Erfahrung grenzt die Wahrnehmung der dinglichen Qualitäten der Gegenstände im Raum.

Waschbecken und Jalousie werden zu Stellvertretern alltäglicher Funktionalität.

Die Geräusche vom „Nebenan“ generieren Akzeptanz für Handlungen, die im Ausstellungsumfeld unerwartet scheinen. Was dort passiert, darf auch hier geschehen.

Besucher/innen werden dazu verleitet, exemplarische Handlungen im Kontext der Kunst zu vollziehen, die modellhaft für alltägliche Abläufe stehen – sie sind dadurch selbst maßgeblicher Inhalt der Arbeit.

 

 

 

 

 

16. September 2017