Aufbruch, 2015, Acryl & Öl auf Leinwand, 65 x 140cm / 90 x 140cm / 25 x 14cm0 / 40 x 140cm || Holz, 300cm  x 60cm

 

Ein Steg ermöglicht das Wandeln auf unzugänglichem Terrain. Dennoch ist er keine Brücke, die über ein Hindernis hinweghelfen würde; der Steg führt sozusagen ins Nichts. Er bietet die Möglichkeit einen Standort einzunehmen, der ohne ihn ausgeschlossen wäre. Darüber hinaus kann er aber auch als Bindeglied zwischen zwei Medien agieren, beispielsweise zwischen Land und Wasser. Innerhalb der Installation bestimmt der Steg zunächst den Weg des Betrachters. Er leitet ihn in eine vorgegebene Richtung zu einem konstruierten Standort.

Das Bildmotiv wiederum greift die Richtung des Steges auf und führt den Betrachter in ein Fiktives dahinter, in dem sich die Spuren der Außenwelt mit dem Eigenleben der Malerei kreuzen. Das Geflecht aus Perspektive, Verzerrung, Abstraktion und dem Material Farbe schafft ein energetisches Flimmern, das auf die leeren Wandflächen ausstrahlt und die Lücken zwischen den einzelnen Bildteilen überbrückt. Was in den Zwischenräumen passiert, bestimmt alleine der Betrachter.

Das Motiv der Bilder verschwimmt vor dem Auge des Betrachters mit den angrenzenden Flächen und wird dadurch Teil des Raumes. Ein dynamisches Bild entsteht, in dessen Mittelpunkt der Betrachter verortet ist.

 

 

 

14. September 2017