aon nro dt, 2016, Gips, Bitumen, PVC Folie, Maße variabel 

Diese Arbeit entstand als Projekt der Künstlergruppe Various Artists auf Einladung der Gemeinde der Dorfkirche Hofleben hin zur Nach der Kirchen Sachsen-Anhalts 2016.

Anhand vor Ort gesammelter Eindrücke entwickelten wir ein Konzept für die Ausstellung während der Nacht der Kirchen  Sachsen-Anhalts am 13. August 2016 und dem Tag des offenen Denkmals am 11. September. Nach dreieinhalbwöchiger Aufbauzeit fand am 12. August 2016 die Eröffnung statt.

Wir haben uns für Arbeitsmethoden entschieden, die es ermöglichen, eine wechselseitige Bezüglichkeit der Ausstellungsobjekte und dem bestehenden Raumgefüge herzustellen. Von zentraler Bedeutung hierfür erschien uns eine Verknüpfung zur Architektur und zur materiellen Substanz des Gebäudes. Unter dem Titel „ aon nro dt “, eine Verschmelzung der Boolschen Operatoren „and“, „or“ und „not“, wurden die wechselbezüglichen Verbindungen zusammengefasst, die unser Eingriff mit dem bestehenden Gefüge des Kirchenraums einging, bzw. als Möglichkeit diente, Verbindungen zwischen den Arbeiten zu reflektieren.

In Anlehnung an die sogenannte „Petersburger Hängung“, einer Form besonders dichter Gemäldeanordnung, wurden im Kirchenraum flache Gipskästen unterschiedlicher Größe platziert. Jeder Kasten war mit schwarzer Folie und Bitumen ausgekleidet und mit Wasser befüllt. Das Wasser über dem dunklen Untergrundgrund bildete eine fragile Spiegelfläche, deren Bild sich je nach Betrachterposition veränderte. Die Höhe des Raums wurde im immateriellen Raum der Wasserspiegelung in die Tiefe überführt.

14. September 2017